Symptome von Schlafstörungen richtig erkennen
Häufiges nächtliches Erwachen, langes Wachliegen oder eine bleierne Tagesmüdigkeit: Die Symptome von Schlafstörungen sind vielfältig. Doch nicht jede unruhige Nacht ist gleich eine Krankheit. Erfahren Sie hier, welche Anzeichen typisch sind, wie sich chronische Schlafstörungen auf den Körper auswirken und wann Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten.
Was versteht man unter einer Schlafstörung?
Eine Schlafstörung (Insomnie) liegt medizinisch dann vor, wenn der Schlaf über einen längeren Zeitraum (mindestens dreimal pro Woche über einen Monat hinweg) in seiner Qualität oder Dauer gestört ist und dies zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit oder Befindlichkeit am Tag führt. Es ist wichtig, die Ursachen von Schlafstörungen zu kennen, um die Symptome richtig einzuordnen.
Typische nächtliche Symptome
Einschlafprobleme
Wer regelmäßig länger als 30 Minuten zum Einschlafen benötigt, leidet unter Einschlafstörungen. Oft kreisen die Gedanken um den Alltag oder die Angst, nicht schlafen zu können („Grübelzwang“).
Durchschlafstörungen
Betroffene wachen nachts mehrfach auf und liegen danach lange wach. Das Wiedereinschlafen fällt schwer, oft begleitet von Unruhe oder dem Drang, auf die Uhr zu schauen.
Frühes Erwachen
Ein Aufwachen in den frühen Morgenstunden (z.B. gegen 3 oder 4 Uhr) ohne die Möglichkeit, weiterzuschlafen, ist oft ein Anzeichen für Depressionen oder starke psychische Belastungen.
Beschwerden am Tag
Die Frage „welche symptome hat man bei schlafstörungen?“ lässt sich nicht nur mit der Nacht beantworten. Die Folgen zeigen sich massiv am Tag.
Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gereiztheit
Tagesmüdigkeit ist das Leitsymptom. Hinzu kommen Konzentrationsschwächen, Gedächtnislücken und eine verkürzte Zündschnur. Betroffene reagieren oft gereizt oder emotional labil.
Leistungseinbruch im Beruf und Alltag
Fehlerhäufigkeit bei der Arbeit steigt, die Motivation sinkt. In schweren Fällen kann es zum Sekundenschlaf kommen, was im Straßenverkehr lebensgefährlich ist.
Warnsignale – wann ist eine Schlafstörung gefährlich?
Wenn Atemaussetzer (Apnoe) beobachtet werden, starkes Schnarchen auftritt oder unkontrollierte Beinbewegungen (Restless Legs) den Schlaf stören, ist dringend ärztliche Hilfe nötig. Auch wenn die Symptome länger als vier Wochen anhalten, spricht man von einer chronischen Störung.
Wie Arzt und Schlaflabor die Diagnose stellen
Die Diagnose beginnt oft mit einem Schlaf-Tagebuch. Bei Verdacht auf organische Ursachen kann eine Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnographie) notwendig sein, um Hirnströme, Atmung und Muskelaktivität zu messen. Informieren Sie sich auch über Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen, sobald eine Diagnose gestellt wurde.
Häufige Fragen zu Symptomen
Welche Symptome treten bei Schlafstörungen auf?
Typische Symptome sind langes Einschlafen (>30 Min.), häufiges nächtliches Aufwachen, frühes Erwachen sowie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und Gereiztheit.
Sind Schlafstörungen immer krankhaft?
Nein, gelegentliche schlechte Nächte sind normal (z.B. vor Prüfungen). Krankhaft wird es, wenn die Probleme mindestens dreimal pro Woche über einen Monat hinweg auftreten und den Alltag beeinträchtigen.
Wie lange müssen Symptome bestehen, um als chronisch zu gelten?
In der Regel spricht man ab einer Dauer von vier Wochen bis drei Monaten bei regelmäßigen Beschwerden von einer chronischen Insomnie.